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ASB-Katastrophenschutz

Bevölkerungs- und Katastrophenschutz muss gesellschaftliche Aufwertung erfahren. ASB begrüßt Einrichtung einer neuen Fachabteilung im Innenministerium

„Der ASB begrüßt die Entscheidung der saarländischen Landesregierung, die Themen Katastrophenschutz, Schutz der kritischen Infrastruktur sowie zivilmilitärische Zusammenarbeit stärker in den Fokus zu rücken und hierzu die Organisationsstruktur im Innenministerium anzupassen“, so Guido Jost, Vorsitzender des ASB-Landesverbandes im Saarland.

Der Bevölkerungs- und Katastrophenschutz wurde in den zurückliegenden Jahren vernachlässigt. Aktuelle Ereignisse zeigen, dass dieser Bereich strukturell und personell stabilisiert werden muss. Ohne einen funktionstüchtigen Katastrophenschutz können wir nicht adäquat auf Naturereignisse, wie Überschwemmungen, Hitzewellen oder Wirbelstürme reagieren. Hinzu kommt, dass die Verwundbarkeit der kritischen Infrastruktur und die Änderung der geopolitischen Lage es erfordern, die Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung entsprechend zu stärken.

Der ASB braucht zusätzliche ehrenamtliche Helfer und Helferinnen, die bereit sind, sich in den Einsatzfeldern des Katastrophenschutzes, z. B. im Verpflegungs- oder Betreuungsdienst, zu qualifizieren und längerfristig zu engagieren. Aus Gesprächen innerhalb Blaulichtfamilie wissen wir, dass diese Herausforderung alle Hilfsorganisationen betrifft.

Mit der Gründung der Abteilung „Bevölkerungs- und Katastrophenschutz“ im Innenministerium verbindet Guido Jost den Wunsch, dass dort die Federführung über eine konzertierte Aktion übernommen wird: „Die Mitglieder der Blaulichtfamilie müssen gemeinsam, die Saarländerinnen und Saarländer für den Katastrophenschutz sensibilisieren und dafür werben, sich in den Hilfsorganisationen aktiv zu engagieren. Ein Engagement im Katastrophenschutz ist anspruchsvoll und setzt die Bereitschaft zur stetigen Qualifizierung voraus. Demgegenüber steht die positive Erfahrung von Selbstwirksamkeit und sozialer Zugehörigkeit. Eine weitere Gemeinschaftsaufgabe ist es, die verschiedenen Bevölkerungsgruppen gegenüber Krisensituationen widerstandsfähiger zu machen, indem ihnen praktische Fähigkeiten zur Selbst- und Fremdhilfe vermittelt werden.“