ASB Wünschewagen

Ganz in Familie am Bostalsee

Griechenland und Saar-Hunsrück, das sind zweifelslos zwei verschiedene Paar Schuhe. Das Team des Wünschewagens verband trotzdem beides Ende September bei einem Ausflug ins Nordsaarland. „Noch einen schönen Tag mit den Lieben verbringen“, das war die Ausgangsidee und zugleich dringende Empfehlung der Ärztin, die Frau B. auf der Palliativstation betreut. Nach einigem Überlegen und Abwägen, was man gern möchte und was machbar ist, entschied sich die Schwerkranke zusammen mit ihrer Tochter für eine Fahrt an den Bostalsee. Es muss keineswegs immer zwingend das Meer sei. Auch „dehemm“ im Saarland gibt es richtig idyllische Ecken, wo sich im Handumdrehen entspannte Urlaubstimmung einstellt.

Am Tag X fuhren Vanessa, Heike und Sabine pünktlich mit dem Wünschewagen vor. Das ehrenamtliche Trio hieß Frau B. willkommen an Bord. Begleitet wurde die Passagierin von ihrem Lebensgefährten. In Nohfelden gesellten sich die Tochter mit Ehemann und Enkel dazu. „Es war sehr schön zu sehen, wie Oma und Enkel sich gefreut haben, sich noch einmal zu treffen“, beschreiben die Wunscherfüller diesen eindrücklichen Moment.

Zuerst richtete die kleine Gruppe ihre Schritte zum Campingplatz, wo man sich das kleine Märchenhäuser-Dorf anschaute. Die originellen Holzhäuschen fanden allgemein Gefallen, dabei stellte sich schon langsam der erste Hunger ein. Dem konnte abgeholfen werden: in der Taverna Dionysos, dem „Griechen am See“. Das Team von Georgios Dimos verwöhnte die Besucher nach einem Sekt Orange mit typischen griechischen Spezialitäten a la Bifteki und Moussaka. Beim Essen wurden fleißig Erinnerungen ausgetauscht. Gemeinsame Urlaube und besondere Erlebnisse ließ man Revue passieren, darunter auch einiges zum schmunzeln, etwa: „Oma weißt du noch, wie du den Sandkasten mit dem Fußball kaputt geschossen hast?“

Nach der geselligen Mahlzeit machte sich bei Frau B deutlich Müdigkeit bemerkbar. „Damit sie trotzdem noch ans Seeufer konnte, haben wir sie mit unserer Trage hin gefahren. Das hat sie sichtlich genossen.“ Am Ufer mit Blick auf das Wasser entstanden noch ein paar wertvolle Erinnerungsfotos mit ihren Lieben. Bald darauf trat man die Rückfahrt zur Palliativstation an. „Am nächsten Tag hat unser Fahrgast dem Pflegepersonal ganz beseelt von ihrem ereignisreichen Tag erzählt.“