Kinder- und Jugendhilfe

Schulsozialarbeit

Der Arbeiter-Samariter-Bund ist im Auftrag des Regionalverbandes Saarbrücken für die Schulsozialarbeit an 30 Grundschulen und vier weiterführenden Schulen zuständig. In Kooperation mit dem Landkreis Neunkirchen und dem Ministerium für Bildung und Kultur beschäftigt er eine Schulsozialarbeiterin an der Wingertschule - Förderschule soziale Entwicklung in Neunkirchen.

Foto: ASB Saarland

Das Land, vertreten durch das Ministerium für Bildung und Kultur, und die Landkreise bzw. der Regionalverband Saarbrücken sorgen gemeinsam für eine bedarfsorientierte Ausstattung der Schulen mit Fachkräften der Schulsozialarbeit. Dabei arbeiten Sie mit freien Trägern der Jugendhilfe zusammen, zum Beispiel mit dem Arbeiter-Samariter-Bund.

Die  Fachkräfte der Schulsozialarbeit realisieren Arbeitsansätze, Handlungsformen, Aktivitäten und Zielbestimmungen der Jugendhilfe am Ort und im Umfeld der Schule. Aufgrund vielfältiger gesellschaftlicher, beruflicher und familiärer Veränderungen kommt erzieherischen Aufgaben in der Schule eine immer größere Bedeutung zu.

Bildung und Lebenswelt

Durch eine Vielzahl gebundener und freiwilliger Ganztagsmodelle verbringen die Kinder zunehmend Zeit in der Schule.

Der Zusammenhang und das Verhältnis von Bildung zu Lebensführung, Lebenskompetenz und Lebensbewältigung zeigen deutlich, dass sich die formelle Bildung in der Schule, informelle Bildungsprozesse und lebensweltliche Orientierung der Jugendhilfe wirkungsvoll verbinden müssen, um in der Gemeinsamkeit insbesondere sozialer und kultureller Benachteiligung entgegenzuwirken. Schule ist somit nicht nur als Ort für Lernen und Erziehung, sondern als Lebenswelt zu verstehen.

Insbesondere Kinder sind aufgrund dieser vielschichtigen Veränderungen mit all ihren Bedrohungen – aber auch Chancen – auf die Unterstützung und Fürsorge von Erwachsenen angewiesen.

Schulen müssen innerhalb ihres Erziehungs- und Bildungsauftrages zunehmend auch sozialpädagogische Aufgaben übernehmen; dementsprechend kommt der Einbindung sozialpädagogischer Fachkräfte im Rahmen von Projekten der Schulsozialarbeit große Bedeutung zu.

Jugendhilfe und Schule

Jugendhilfe und Schule müssen sich hinsichtlich des übergreifenden gemeinsamen Gesamtzieles – die Verbesserung der Lebens- und Entwicklungsbedingungen von Kindern und Jugendlichen – wechselseitig ergänzen. Der für die gemeinsame Aufgabe erforderliche partnerschaftliche, fachliche Austausch und die Konsensbildung zwischen Lehrern und sozialpädagogischen Fachkräften sind wesentlicher Teil der Kooperation. Sie ist die Aufgabe aller Beteiligten und beinhaltet die Bereitschaft verschiedene Blickwinkel einzunehmen, aber auch, sie gelten zu lassen.

Die Kooperation ist konzeptionell verankert und wird gemeinsam mit der Schule fortwährend weiterentwickelt. Innerhalb des Konzeptes werden unter anderem die päd. Leitziele festgehalten und die gegenseitigen Leistungen vereinbart.

Aufgaben der Schulsozialarbeit

Zentrale Aufgaben der sozialpädagogischen Fachkräfte sind neben der Beratung die Konfliktvermittlung, präventive Angebote und die berufliche Orientierung an weiterführenden Schulen. Außerdem nehmen diese eine wichtige Vermittlungsfunktion zwischen Schule und Gemeinwesen wahr, zum einen zwischen der Institution Schule und dem System der Jugendhilfe (z.B. örtliches Jugendamt, freie Träger), Beratungsinstitutionen, Schulpsychologischer Dienst, Gemeinwesenprojekte etc., zum anderen entwickeln bzw. fördern sie Beziehungen zu Institutionen wie Vereinen und Verbänden. Damit trägt Schulsozialarbeit zu einer Vernetzung im Umfeld der Schule bei.

 

Kontakt:
ASB-Landesverband Saarland e. V.

Landesgeschäftsstelle
Kurt-Schumacher-Str. 18
66130 Saarbrücken

Telefon 06 81/9 67 34-0

Die allgemeinen Kontaktdaten der Schulsozialarbeiter*innen finden Sie hier.

Die Einsatzorte der Schulsozialarbeiter*innen finden Sie hier.

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